Ausgebrannt und lustlos: Immer mehr leiden unter Burn-out

URBAN Mag Burn out

Ausgebrannt und lustlos: Immer mehr leiden unter Burn-out

Immer wieder klingt es bei dem ein oder anderen Gespräch unter den Kollegen durch, doch ist und bleibt es ein Tabu-Thema: Burn-out. Die Anzeichen kennen viele. Erschöpfung, Überforderung, Unzufriedenheit, Stress. Doch nach wie vor werden die Symptome abgetan und sogar als normaler Bestandteil des Alltags angesehen. Wer jedoch damit fortfährt, persönliche Krisen herunter zu spielen, der wird früher oder später den Tiefpunkt erreichen, an dem gar nichts mehr geht.

Die Zahl der an Burn-out erkrankten Arbeitnehmer ist von Jahr zu Jahr gestiegen. Dennoch wird Burn-out nach wie vor nicht als Krankheit anerkannt.

Obwohl es viele Ursachen für körperliche und emotionale Erschöpfung geben kann, ragen einige besonders heraus. Einer der Hauptgründe ist und bleibt ein zu großes Arbeitspensum. Wenn man das Gefühl hat, in Arbeit zu versinken, Projekt um Projekt anwächst und man längst die Kontrolle über die Umsetzung verloren hat, schlägt das in Niedergeschlagenheit um. Wenn obendrein keine Karrieremöglichkeiten in Aussicht stehen und der Lohn ebenso gering bleibt, geht auch die Motivation flöten, seine täglichen To-Dos zu erfüllen.

Neben der Arbeit selbst sehen viele ein schlechtes Arbeitsklima mit als Grund, wieso sie sich im Berufsalltag nicht wohl fühlen. Das wundert nicht. Wenn man täglich acht Stunden in einem Büro verbringt, in dem die Kollegen untereinander im Clinch liegen oder Mobbing vorherrscht, belastet das die Psyche ungemein.

Nach Arbeit und Kollegen ist es letztlich die Führungsebene selbst, die für viele zu einem Burn-out führen kann. Schlechtes Management, Führungslosigkeit, cholerische oder schwache Bosse vermitteln einem ein Unwohlsein, das auf Dauer sehr belastend wirken kann und der Psyche schadet. Einige sehen dann gar nur einen Ausweg: Den Job kündigen.

Der erste Ansatz, um das Thema Burn-out zu behandeln oder diesem zu entgehen, liegt zunächst darin, sich einzugestehen, dass man gefährdet ist. Der nächste Schritt besteht daraus, sich Hilfe zu suchen und auch nach außen hin zu kommunizieren, dass man darunter leidet. Allgemeinhin muss an der gesellschaftlichen Wahrnehmung dieses Tabu-Themas gearbeitet werden, damit es nicht mehr als Nichtigkeit abgetan wird.

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